Schule macht Sinn
Im vergangenen Schuljahr nahmen viele Schüler aus allen Klassenstufen an der Aktion „Erzähl uns eine Geschichte“ der Globalen Bildungskampagne teil. Auch wir, die jetzige Klasse 10a der Arthur Kießling Mittelschule Königsbrück Frau Richter und Frau Langner, unsere Religions- bzw. Ethiklehrerinnen erzählten uns, warum in ärmeren Ländern manche Kinder, besonders Mädchen nicht zur Schule gehen. Viele Eltern haben kein Geld, um die Schulgebühren zu bezahlen. Oft müssen die Kinder arbeiten gehen, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Auf welche Art wir die Geschichte erzählen, war uns freigestellt. Die Jungen wählten die klassische Form, eine Erzählung. Wir Mädchen entschieden uns für eine Collage. In Bildern zeigten wir die Lebensgeschichte eines armen Mädchens. Auf der einen Seite stellten wir dar, wie ihr Leben aussieht, wenn sie statt zur Schule zu gehen, arbeiten muss. Danach wird sie mit einem gewalttätigen Mann zwangsverheiratet. Am Ende lebt sie mit ihren Kindern auf der Straße, völlig verarmt und unglücklich. Im anderen Lebensstrang ist zu sehen, wie das Mädchen in die Schule gehen kann. Nach ihrem Schulabschluss erlernt sie einen guten Beruf, der ihr Spaß macht. Später gründet sie eine kleine, glückliche Familie. Aus dem kleinen Mädchen ist so eine selbstbewusste junge Frau geworden.
Ziel dieser Bildungskampagne ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass es noch immer nicht überall selbstverständlich ist, das alle Kinder in die Schule gehen können. Es fehlen u.a. Schulräume und Material, oft auch die Lehrer, die die Kinder unterrichten. Deshalb sollten wir froh sein, auch wenn wir nicht jeden Tag Lust haben, in die Schule gehen zu dürfen.
Laura Gierth, Klasse 10a